Frauen-Landesliga gegen die SF Wilstermarsch

Auch die 2. Frauenmannschaft hatte am 30.11.14 die 2. Runde zu spielen. In der 1. Runde noch knapp mit 1,5:2,5 gegen den Vorjahressieger der Liga, SF Sasel aus Hamburg, verloren, sollte es dieses Mal besser laufen.

Der Wettkampf fand auswärts bei den Schachfreunden Wilstermarsch statt.  Katrin, Ute und Xenia gewannen ihre Partien. Carmen verlor leider und war möglicherweise während der Partie mehr damit beschäftigt, sich nicht über Volker Brandt aufzuregen, der sich leider nicht von seiner besten Seite zeigte. Wenn man einen Mannschaftskampf in Vertretung leitet, sollte man sich doch vorher über die Bedenkzeit informieren und dann nicht auch noch die Aussagen des Gegners als Unsinn abwimmeln.

Die Mannschaft liegt derzeit auf dem 3. Tabellenplatz.

2. Frauen-Bundesliga West - Wattenscheid oder Wat’n Scheiß?

Nachdem wir am ersten Wochenende in Delmenhorst 2x ein 3:3 erreichten, ging es am Wochenende 29./30.11.14 nach Wattenscheid.

Es hätte alles so schön werden können, die Anreise am Freitagabend war vergnügt, wir waren alle entspannt, bis wir nach Wattenscheid kamen. Was wir nicht wussten, hier gibt es nur Baustellen. Wir mussten noch Katja vom Bahnhof abholen und das Navi sagte, wir sind in 6 Minuten bei ihr. Aber es kam ganz anders. Die letzte Autobahnauffahrt kurz vorm Ziel war einfach gesperrt. Karina sagte nur „Wat’n Scheiß!“. Vor der Ankunft im Hotel entschieden wir uns, das 14€ teure Frühstück doch zu nehmen und ausgiebig zu nutzen. Also zückte ich meine Kreditkarte, bezahlte 12x Frühstück und schaute etwas ungläubig drein, als die Dame an der Rezeption meinte, wir müssen beim Frühstück Bescheid geben, dass wir schon bezahlt haben, ansonsten könnte es sein, dass wir noch einmal bezahlen müssen. Beim Frühstück unterschrieben wir denn auch brav immer diese Zettel und erwähnten, dass wir schon bezahlt haben. Das Hotel war gut, das Essen beim Jugoslawen am Freitagabend auch, wir hatten also nichts mehr zu kritisieren, aber da wir den Spruch „Wat’n Scheiß!“ so schön fanden, haben wir ihn einfach zu unserem Wochenend-Schlachtruf erkoren.

Der nächste Morgen: aus Versehen klingelte das Handy von CR schon um 7 Uhr, dabei wollten wir doch bis um 8 Uhr schlafen. „Wat’n Scheiß!“. Ausgemacht, weiter geschlafen. Anschließend Super-Frühstück (vorher geduscht) und dann kam der Clou. Simone meinte, Frischluft sei sinnvoll vor einem Spiel und wir müssen unsere Sinne schärfen. Also ging‘s vorbei am Stadion Lohmühle ab in den Park, wo Simone uns in die Geheimnisse des Geo-Cachings einweihte. Da suchten wir unter Steinen und in hohlen Baumstämmen nach Dosen mit Zetteln, wo wir uns verewigen konnten. Den Kopf so frisch durchgepustet, und mit einem letzten Schlachtruf „Wat’n Scheiß!“ gingen wir siegessicher an die Bretter. Als es losging, waren Karina und Britta noch ohne Gegnerin, die dann nach 11 beziehungsweise 15 Minuten eintrudelten. Und das als Gastgeberinnen, wir dachten nur „Wat’n Scheiß!“. Alle kämpften unerbittlich, ausdauernd und lange, die Luft wurde zunehmend schlechter im Raum und als Anke noch spielte, räumten die Gastgeber geräuschvoll die Bretter von Mühlheim-Kiel zusammen. Wir waren entsetzt. Und nicht nur davon, denn wir lagen schon unglücklich 0,5:3,5 zurück (Katja remis). Aber Anke rettete die Ehre der Mannschaft und holte einen vollen Punkt. Ich wandte mich an die Mannschaftsführerin unserer Gegner mit der Bitte, uns den Weg in die Innenstadt zu netten Restaurants zu beschreiben. Da bekam ich dann solche Antworten wie „Ihr habt doch eure Handys dabei und könnt selbst schauen“ (nein, die hatten wir im Hotel gelassen, denn nach den neuesten FIDE-Regeln darf man keine elektronischen Geräte mit ins Spiellokal nehmen) oder „Ihr wart doch schon mal hier“ (nein, ich war noch nie zuvor in Wattenscheid) oder „Fragt doch mal Ulla“ (die Doppelbauern waren aber schon vor uns fertig und gegangen). „Wat’n Scheiß!“ Also ging es zurück zum Hotel, und auf dem Weg dorthin fand sich noch eine Pizzeria, wo man uns erst wegschicken wollte und dann doch noch einen Tisch für uns fand. Gegen 21:15 lagen fast alle völlig erschöpft in ihren Hotelbetten.

Am Sonntag mussten wir schon um 9 Uhr gegen Mühlheim ran, nicht unbedingt eine leichtere Aufgabe als am Samstag. Katja brachte uns schnell in Führung. Ich merkte schon nach 6 Zügen, dass ich durch einen vergessenen Bauernzug positionell schlechter stand, was meine Gegnerin konsequent ausnutzte. 1:1. Simone hatte da schon eine Qualität weniger und konnte die Stellung nicht halten. Karina erkämpfte ein sehr gutes Remis und da auch Anke sehr beengt stand und ihr Spiel verlor, hatten wir schon wieder verloren. Christine hätte noch ewig kämpfen können, aber bei D+2S+4B gegen D+T+5B wurde die Partie remis beendet. Wir befinden uns nun am Tabellenende und müssen in den letzten 3 Runden noch etwas Zählbares einsammeln.

 

Den Sonntagnachmittag läuteten wir mit einem Bummel über den Bochumer Weihnachtsmarkt ein. Der war riesengroß mit vielen stilvollen Buden und interessanten Speisen und Getränken und so kauften einige von uns kleine Weihnachtsgeschenke. Die Temperaturen waren auch zum Aushalten, es blies uns kein kalter Nordwind um die Nase. Gestärkt traten wir die Heimfahrt an, die wir auch ohne Staus gut hinter uns brachten.

Am Montag erhielt ich eine E-Mail von Gerhard, weil sich das Hotel bei ihm gemeldet hat. Die haben doch tatsächlich behauptet, dass wir Zechpreller sind und 9x (!!!) Frühstück nicht bezahlt hätten. „Wat’n Scheiß!“

Dieser Terminplan ist maßgebllich für interne Turniere und Veranstaltungen. Die Termine für unsere Mannschaften der Bezirks- und Kreisliga A sind ebenfalls enthalten. An einer adäquaten Liste für die Ligen unserer Damenmannschaften wird gerade von unserem Schachwart gearbeitet.

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Herzlichen Glückwunsch, Andrej!

Im Pokafinale 2014 bezwang Andrej Martens im Stechen Mike-Kevin Hopson durch zwei Blitzsiege, nachdem die reguläre Partie noch mit Remis beendet wurde. Den gesamten Verlauf des Pokals kann man bei den internen Turnieren nachlesen. 

Meine Eindrücke vom 45. Pokal des Handwerks in Seiffen

Eröffnung des Turniers

Es ist die 45. Auflage des Turniers zum 65. Jahrestag des Vereins.

Aufgrund einiger kurzfristiger Absagen sind es dann doch „nur“ 57 TeilnehmerInnen.

Helmut Franke, der langjährige und erfahrene Turnierleiter, führt mehrere Ehrungen für 15- bzw. 10 jährige Teilnahme durch.

Ich war zuletzt 1988 da, hej 26 Jahre Abstinenz, Helmut hat genau nachgerechnet. Auch aus dem Saarland hat es eine 4erTruppe um die lustige Sonja Noll herum nach Seiffen verschlagen. Madlen Ramm, gebürtige Seiffenerin hat es beruflich ins Saarland verschlagen.

 

Und gleich geht’s los mit der 1. Runde

Ich bin auf dem Startplatz 15 gesetzt, mal sehen, was wird.

Es geht zuerst gegen meine alte Freundin Ina Gottschall aus Dresden, es wird knapp, aber ich habe verdient gewonnen.

2. Runde

Mit Heike Haustein habe ich wieder eine Frau als Gegnerin, naja, bei 12 Frauen unter 57 Teilnehmern kommt das schon mal vor. Eine vermeintlich leichte Gegnerin, von wegen! Sie knöpft mir im Mittelspiel einen Bauern ab. Das Remisangebot lehne ich ab und spiele auf Matt; die Rechnung geht gerade so auf.

3. Runde

Zwischen den Runden mache ich einen kleinen Bummel durch den Ort.

Es gibt viele Geschäfte mit erzgebirgischer Handwerkskunst, ein interessanter Laden mit modernen Figuren und Formen hat leider geschlossen.

Ich habe mich an Brett 2 vorgearbeitet; es gibt nur noch 7 Spieler mit reiner Weste.

Nach 22 Zügen trennen wir uns friedlich.

Familie Bertam (Vater, Mutter und Sohn) aus Bad Lausick tritt heute wieder im Vereins-T-Shirt an. Nach grün und hellblau an den ersten beiden Tagen, war heute dunkelblau angesagt. Es sollten noch rot und gelb folgen.

Beim abendlichen Volkssport-Kegeln betätige ich mich weniger sportlich, sondern schwatze lieber mit vielen alten Bekannten.

4. Runde

Ich spiele an Brett 5 mit schwarz, habe einen Gambitbauern angenommen und musste mich einem starken Angriff erwehren. Letzten Endes hing nach zu forschem Angriff eine Figur meines Gegners und später mit Mattdrohung sogar noch ein Turm. 3,5 aus 4, so gut war ich noch nie in einem Open, aber es kommen ja noch 3 Runden.

5. Runde

Ich darf am 1. Brett spielen und habe auch noch weiß. Das gab es in meiner 36jährigen „Schachkarriere“ noch nie! Mein Gegner behandelt seine Caro-Kann-Eröffnung zu harmlos. Sein König bleibt in der Mitte und wird nach seinem  abgewehrten Mattangriff „vernichtet“.

6. Runde

Wieder an Brett 1 mit schwarz und 1 Punkt Vorsprung auf das Verfolgerfeld, langsam wird mir mulmig. Mein Gegner Günter Weidlich, Nummer 1 der Startliste und Vorjahressieger lehnt mein Remisangebot im 17. Zug ab, um es dann im 22. Zug in leicht passiver Stellung selbst zu wiederholen.

Ich kann sehr zufrieden sein und bin es auch.

„Mein Handwerksladen“ hat geöffnet! Ich kann mich nicht entscheiden, was und vor allem wieviel ich kaufen möchte. Man muss doch immer so ein paar kleine Geschenke liegen haben, für alle Fälle. Das Geschäft verlasse ich mit einer Riesen-Tüte und einem kleinen Leck in der Geldkarte. Na, da mache ich doch gleich ein bisschen Werbung: www.naeumanns.de

Beim abendlichen Blitzschach-Mannschaftsturnier, wo es immer sehr gesellig zugeht, werden die 4er-Mannschaften anhand von seltenen Baumsorten zugeordnet. Zu welchem Baum gehörte mein Team? Leider vergessen, so exotisch waren die Namen.

7. Runde

Und zum 3. Mal an Brett 1 mit noch einem halben Punkt Vorsprung, aber wieder mit weiß! Ein Remis könnte zum Turniersieg reichen. Ob sich Harry Kliebe auf mich vorbereitet, Partien gibt es genug? Also „abweichen von ausgetretenen Pfaden“ lautet die Parole. Allerdings gehe ich die Partie ruhig an (wie in der 6. Runde), aber offensichtlich zu ruhig. Mein Gegner übernimmt die Initiative, aber ich komme irgendwann wieder ins Spiel. In der Zeitnotschlacht vor der 2. (und letzten) Zeitkontrolle schreibe ich wie in Trance die Züge mit, obwohl ich doch weiß, dass ich das nicht muss. Als ich matt gesetzt werde, hat mein Gegner genau 1(!!!) Sekunde auf der Uhr. Schade, aber das habe ich mit der Zeit selbst vermasselt.

Am Ende gewinne ich aber die Damenwertung und den Wanderpokal und darf einen Riesen-Nussknacker mein eigen nennen. Die Siegerehrung findet am Abend im Rahmen eines Abschlussabends statt, und das Schöne am Turnier: jeder (!) bekommt einen Sachpreis mit erzgebirgischer Handwerkskunst, da sind selbst die Mini-Osterhasen die Renner. Und so wurde weit in die Nacht hinein getanzt, Sonja sang französische Chansons, und irgendwann waren wir alle todmüde.

Das Turnier hatte ich trotz meiner sehr langen Abwesenheit in sehr guter Erinnerung. Und ich wurde nicht enttäuscht. Die Freundlichkeit und Kollegialität unter den SpielerInnen und Gastgebern sucht seinesgleichen.

Der Ausrichter hat mit einem Riesen-Freizeit-Angebot für viel Abwechslung gesorgt (Skatnachmittag, Kegelabend, Blitz Einzel- und Mannschaftsturnier, Besichtigung Bergmagazin, Orgelkonzert, Kirchenführung, Gutschein Sommerrodelbahn, freier Eintritt ins Museum).

Vielen Dank für dieses schöne Turnier, Seiffen 2015, ich komme wieder!

Turnierbericht

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